IG Gegen Rasselisten e. V.

END BSL NOW!

 

 

Wie kam es zu Rasselisten?

Am 26. Juni 2000 kam es in Hamburg zu einem tragischen Vorfall: der kleine Volkan wurde von zwei Hunden, welche der Rasse Pit Bull zugehörten, tot gebissen. Dass die Hunde einem mehrfach einschlägig vorbestraften Kriminellen gehörten, und keineswegs das alltägliche Bild eines solchen Hundes abgaben, interessierte von den Verantwortlichen niemand.

Diese tragische Geschichte zog eine Flut an schnell zusammen gestrickten "Gefahrhundgesetzen" nach sich, welche in ihrer Intensität ihresgleichen sucht.

Die Politiker wollten die Medienhetze und das Entsetzen der Bürger mit eiligst erstellten Gesetzen beruhigen - und zogen dies auch entgegen aller Expertenmeinungen und Proteststürme unbescholtener Hundehalter durch. Die Einstellung der Politiker zu den so genannten "Kampfhunden" liess in ihrer Deutlichkeit an nichts fehlen - siehe hierzu "Kampfhundopfer Volkan - Protokoll eines vorhersehbaren Todes", ein Bericht des ARD-Magazins "Panorama" vom 13.07.2000.

 

Die vielen Experten-Meinungen, die unisono sagten, dass eine Rasseliste nicht zielführend wäre, um die Bevölkerung vor Angriffen durch gefährliche Hunde zu schützen, verpufften bis heute. Die Politik erließ Gesetze im Sinne der Gefahrenabwehr und zum Schutze der Öffentlichkeit. Bis auf Niedersachsen und Schleswig-Holstein halten alle Bundesländer bis heute an der rassespezifischen Gesetzgebung fest - auch wenn sich mittlerweile herausgestellt hat, dass sie nicht zielführend ist.

 

Wir wollen hier auf die Probleme der rassespezifischen Gesetzgebung aufmerksam machen und Modelle und Lösungsmöglichkeiten vorstellen, wie man die Gesellschaft vor Hundeangriffen schützen, und das wahre Problem lösen kann - und zwar durch die Bestrafung des verantwortungslosen Hundehalters, nicht durch das Verbot von Hunderassen!

 

Die Beißstatistiken der Bundesländer (so sie denn geführt werden) zeigen, dass die Anzahl der Hundebisse durch diese Gesetze nicht weniger geworden sind. Die in den Rasselisten geführten Hunde tauchen größtenteils nur in Einzelfällen in diesen Listen auf und in den wenigsten Fällen werden die Ursachen für den Beißvorfall ergründet.

 

Wir möchten erreichen, dass die Gesetze dahingehend geändert werden, dass nicht der Hund aufgrund seiner Herkunft (Rasse) in den Fokus gerückt wird, sondern der Hundehalter für sein Fehlverhalten, welches in den meisten Fällen ursächlich für Beißvorfälle ist, belangt wird.

 

Hierzu gibt es verschiedene Lösungsansätze, welche jedoch alle auf demselben Nenner beruhen: Sachkundige Schulung des Hundehalters VOR der Anschaffung des Hundes, gute Erziehung des Hundes mithilfe eines sachkundigen Trainers und Überprüfung NACH der Anschaffung des Hundes - und zwar für ALLE Hunde, unabhängig ihrer Rassezugehörigkeit.

 

Das Niedersächsische Hundegesetz (NHundG) und auch das Gesetz über das Halten von Hunden (HundeG) aus Schleswig-Holstein zeigen, dass auch ohne eine Rasseliste eine vernünftige Regelung möglich ist - ohne dass die Zahl der Beißvorfälle ansteigt. Ebensolche Erfahrungen wurden in Kanada, in der Stadt Calgary gemacht - hierzu haben wir eine kleine Zusammenfassung zum Download eingestellt.

Das Calgary Modell
Die Stadt Calgary in Kanada hat es geschafft, die Zahl der Beißvorfälle auch ohne eine Rasseliste zu senken
Das Calgary Modell.pdf (78.75KB)
Das Calgary Modell
Die Stadt Calgary in Kanada hat es geschafft, die Zahl der Beißvorfälle auch ohne eine Rasseliste zu senken
Das Calgary Modell.pdf
(78.75KB)

 

Bei Fragen stehen wir selbstverständlich gerne zur Verfügung - bitte einfach das Kontaktformular nutzen. Bei der Nutzung des Kontaktformulars bitte unbedingt auf die Angabe einer korrekten E-Mail-Adresse achten - ansonsten ist eine Rückmeldung unsererseits leider nicht möglich.

 

Viel Spaß!

 

 

 

 

 

 

 

     

PitBullGirlBlog

Ein persönlicher Blog zum Thema "wie kommt man auf "so einen" Hund"... 

 

 

 

 

 

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