IG Gegen Rasselisten e. V.

END BSL NOW!

Warum machen wir das?

Die Gründe für das Entstehen der Rasselisten haben wir auf der Startseite dargelegt - die Auswirkungen dieser Listen wollen wir hier darlegen...


Durch die Einführung der Rasselisten, welche zu blindem Hass gegen bestimmte Hunde und deren Halter geführt haben, wurden keine Beißvorfälle verhindert. Es waren vor Einführung der Listen nicht mehr und nicht weniger Vorfälle zu verzeichnen - nur bestimmte Hunderassen wurden verdrängt, weil die Medien diese Hunde zu wahren Monstern stilisiert haben, und Politiker jemandem den "schwarzen Peter" für ihr eigenes Unvermögen zuschieben mussten.


Viele unschuldige Hunde, die fröhlich und zufrieden in einer Familie lebten, wurden - ohne jemals einer Fliege etwas zuleide getan zu haben - aus ihrem Umfeld gerissen: beschlagnahmt aufgrund einer vermuteten Gefährlichkeit. Diese Hunde wurden zu großen Teilen getötet oder mussten ihr Leben - als unvermittelbar, da gefährlich - im Tierheim fristen. Ohne Aussicht, jemals wieder in ihre Familie zu kommen.

Den Besitzern der entsprechenden Hunderassen wurden Auflagen erteilt, um überhaupt eine Möglichkeit zu haben, den geliebten Hund behalten zu können. Diese Auflagen reichen von einwandfreien polizeilichen Führungszeugnissen, schriftlichen Sachkundenachweisen, Wesenstests für die Hunde, Maulkorb- und Leinenzwang für die Hunde, erhöhte Steuern, Kennzeichnungspflicht des Grundstücks/der Wohnung mit gelben Warnschildern, sichtbare Kennzeichnungspflicht des Hundes, etc., etc. ...


Nicht nur die finanziellen Belastungen, die plötzlich die Besitzer der entsprechenden Hunde belasteten, sind außerordentlich - nein, auch die soziale Ausgrenzung war eine Folge dieser Gesetze. Plötzlich wurden unbescholtene Hundebesitzer kriminalisiert, diskriminiert und denunziert - durch Medien und Politik wurden Hundebesitzer plötzlich "vogelfrei". Nicht nur, dass sich Freunde, Bekannte und Nachbarn plötzlich abwendeten - auch Vermieter haben plötzlich Wohnungen gekündigt, Polizei und Ordnungsamt durften ohne Durchsuchungsbefehl die Wohnung betreten und mit Hund war man auf der Straße "Freiwild".


Viele Geschichten belegen, dass Besitzer von "Kampfhunden" plötzlich keine Rechte mehr hatten, und großem Leid ausgesetzt waren. So die Dame, deren Bullterrier-Hündin beim Gassi gehen auf offener Straße mit Benzin übergossen und angezündet wurde. Hunde wurde auf offener Straße verprügelt, mit Steinen beworfen, die Besitzer beleidigt und bei Gegenwehr gleich mit verprügelt oder beworfen.

Beispielhaft für das, was die Medien aus Vorfällen machen, und was wirklich passiert ist, ist die Geschichte von Merlin und Tonka - zwei Hunde, die in Hamburg durch ein wahrhaftiges Massaker förmlich hingerichtet wurden.

So wie Merlin und Tonka erging es vielen Hunden, die nur einen Fehler hatten: der falschen Rasse anzugehören, bzw. die falsche Optik zu haben. Einseitige und reißerische Medienberichte tun ihr Übriges, um ein durchgängig falsches Bild dieser Hunde zu vermitteln.


Und nicht nur in Deutschland, sondern weltweit bestehen rassespezifische Gesetzgebungen mit grausamen Folgen für Hund und Halter. So wurde in Belfast, Irland, der Hund Lennox unter dem Verdacht der Zugehörigkeit zu einer verbotenen Rasse beschlagnahmt und seine Tötung beschlossen. Der Kampf seiner Familie, Lennox zurück zu bekommen dauerte über zwei Jahre - in dieser Zeit saß Lennox in einem dunklen Verschlag, ohne Kontakt zu seiner Familie, um dann am 12.07.2012 getötet zu werden. Die komplette Geschichte von Lennox ist hier nachzulesen.


In unserem Nachbarland Dänemark ist am 01.07.2010 das wohl schärfste Hundegesetz Europas erlassen worden. Hiernach sind 13 (!) Hunderassen und Mischlinge mit Beteiligung dieser Rassen verboten. Wenn sie nach dem 17.03.2010 geboren oder angeschafft wurden, werden Hunde dieser Rassen beschlagnahmt und getötet - der Nachweis der Rassezugehörigkeit ist durch den Besitzer zu erbringen, nicht durch die Polizei. Hunde dieser Rassen, die vor dem 01.07.2010 geboren oder angeschafft wurden (Nachweis ist durch den Besitzer zu erbringen), dürfen ausnahmslos nur mit Maulkorb und maximal 2 m Leine in der Öffentlichkeit geführt werden. Dies gilt nicht für die Rassen Pit Bull und Tosa Inu, denn sie waren bereits vor dem 01.07.2010 verboten - somit keine legale Haltungsmöglichkeit dieser beiden Rassen in Dänemark möglich! Diese Gesetze gelten übrigens uneingeschränkt auch für Touristen!!

Die Geschichte des kleinen Pako , welcher an Heiligabend 2012 getötet wurde, dürfte noch vielen im Gedächtnis sein... 


Diese und viele andere traurige Geschichten treiben uns an, gegen diese unsinnigen Gesetze anzugehen. Wir wollen, mit vielen anderen Organisationen und Vereinen gemeinsam, erreichen, dass diese Gesetze überarbeitet werden. Es ist mittlerweile erwiesen, dass eine rassespezifische Gesetzgebung nicht zielführend ist. Sie schützt die Gesellschaft nicht vor Hundeangriffen und kostet viel Geld. Sie bietet lediglich eine Scheinsicherheit und ist auf populistische Aussagen, Ignoranz und Unwissenheit aufgebaut.


Wir wollen durch Aufklärung, Information und Sachkunde bewirken, dass

  1. in den Köpfen der Bevölkerung das Bild der "blutrünstigen Bestie" verschwindet, und die Menschen sehen, dass diese Hunde ganz normale Hunde sind
  2. die Medien ihre Berichterstattung objektiv gestalten - nicht jeder Hundebiss ist eine "mörderische Attacke durch einen blutrünstigen Kampfhund"
  3. die Politiker endlich einsehen, dass ihr Jahrzehnte langes Festhalten an einer falschen Gesetzgebung dem Schutz der Gesellschaft nicht dienlich ist


Wir werden nicht aufgeben, bevor die rassespezifische Hundegesetzgebung der Vergangenheit angehört!





 

PitBullGirlBlog

Ein persönlicher Blog zum Thema "wie kommt man auf "so einen" Hund"... 

  

 

 

 

 

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